Radwanderung "Schwarze Kaat"

1 Stunde 30 Minuten (36,0 km)

Eine Radwanderung macht natürlich besonders viel Spaß, wenn man sich dabei auf die Spuren einer echten Legende begibt! Bei der Radwanderung „Zwarte Kaat“ machen Sie sich selbst auf die Jagd. Spüren Sie ihren Atem im Wind? Hören Sie ihre krächzende Stimme in den Wäldern? Tauchen Sie in ihre grüne Welt ein, verstecken Sie sich und haben Sie teil an all ihren Schätzen!

Schwarze Kaat, Legende aus dem Kempenland
Die „Zwarte Kaat“, die „Hexe von Hellenende“, plünderte Ende des 16. Jahrhunderts zusammen mit ihren Handlangern Bauernhöfe und Kirchen. Sie und ihre Bande überfielen auch reisende Kaufleute. Niemand war in dieser Region vor ihr sicher. Die Räuberbraut mit den tiefschwarzen Haaren und der hässlichen Hakennase hinterließ eine Spur der Vernichtung. Was sie ergatt…

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Eine Radwanderung macht natürlich besonders viel Spaß, wenn man sich dabei auf die Spuren einer echten Legende begibt! Bei der Radwanderung „Zwarte Kaat“ machen Sie sich selbst auf die Jagd. Spüren Sie ihren Atem im Wind? Hören Sie ihre krächzende Stimme in den Wäldern? Tauchen Sie in ihre grüne Welt ein, verstecken Sie sich und haben Sie teil an all ihren Schätzen!

Schwarze Kaat, Legende aus dem Kempenland
Die „Zwarte Kaat“, die „Hexe von Hellenende“, plünderte Ende des 16. Jahrhunderts zusammen mit ihren Handlangern Bauernhöfe und Kirchen. Sie und ihre Bande überfielen auch reisende Kaufleute. Niemand war in dieser Region vor ihr sicher. Die Räuberbraut mit den tiefschwarzen Haaren und der hässlichen Hakennase hinterließ eine Spur der Vernichtung. Was sie ergatterten, wurde von ihr, ihrem Mann Bruno und den Bandenmitgliedern restlos vertilgt. Daraus zogen sie immer wieder die Kraft, Nacht für Nacht ihre erfolgreichen Raubzüge durchzuführen. Häufig schmiedeten sie ihre unheilvollen Pläne in aller Heimlichkeit bei der Wassermühle in der Nähe des Landguts Hoeve Ten Vorsel. Die historische Buchenallee unweit des Anwesens ist auch heute noch ein stiller Zeuge all ihrer Schandtaten.

Eines nachts schlich die Schwarze Kaat durch die Buchenallee zur mitten im Wald gelegenen Hoeve Ten Vorsel um ein neugeborenes Kind zu stehlen. Der kleine Thomas war mit dem sogenannten „Schleier“ geboren worden: Wie eine Art „Helm“ hatte die Fruchthaut bei der Geburt seinen Kopf bedeckt. Man glaubte, dass Thomas dadurch in die Zukunft schauen und Glück bringen würde. Wer ihn innerhalb eines Tages taufen würde, hatte das Glück auf seiner Seite. Und so stahl Schwarze Kaat das Glückskind Thomas aus seiner Wiege und machte sich mit ihm auf und davon. Noch in derselben Nacht ließ sie das Kind als ihren eigenen Sohn in der Abtei Postel taufen.

Thomas Ten Vorsel erwies sich als Segen. Schwarze Kaat wurde im Zeitraum von zweimal sieben heiligen Jahren von Fortuna reich bedacht. Nach diesen Jahren kehrte sich das Schicksalspendel um und die günstige Phase fand ein Ende. Thomas hatte seinen Zweck erfüllt und war ihr nicht länger nütze, brachte er ihr doch keinen Vorteil mehr. Zum Glück gelang Thomas die Flucht zur Abtei Postel, gerade noch rechtzeitig, um die gutherzigen Abteibrüder vor dem ruchlosen Überfall zu warnen, den seine „Mutter“ ausgeheckt hatte.

So traf Schwarze Kaat unter dem Vorwand, ein Bier trinken zu wollen, bei der Abtei ein, nicht wissend, dass die mittlerweile alarmierte Armee dort im Hinterhalt lag. Sie lief in die Falle und der geplante Raub wertvoller Goldmünzen schlug fehl. Alle Bandenmitglieder wurden unter dem Torbogen der Abtei erhängt.

Schwarze Kaat gelang es auf wundersame Weise zu entkommen und sie versteckte sich in ihrer Not unter einem umgestürzten Baum. Doch als sei der Teufel am Werke, wurden die sie umringenden Bäume durch Blitzschläge hinweggefegt.

Übrig blieb nur ein großer schwarzer Kreis, und in seiner Mitte Schwarze Kaat. Vom Feuer verraten, wurde die Übeltäterin doch noch gefangen, enthauptet und fernab des gesegneten Bodens des Dorfes begraben - ohne Kreuz, in der Heide, unter einem kleinen Zweig. Danach floss der Gerstensaft in Strömen und es wurden Eierspeisen gebacken, denn alle waren von dem schwarzen Übel endlich für immer erlöst. So dachte man zumindest!

Doch es gibt sie noch, die „Zwarte Kaat“! Ihr ehemaliges Hauptquartier „’t Helleneind“ in Bladel ist dafür der beste Beweis. Die Erinnerung an die Hexe von Hellenende ist nie ganz verschwunden: Bis auf den heutigen Tag lebt sie tief verwoben mit den Wäldern des Kempenlandes weiter. Und man munkelt, dass ihre sterblichen Überreste unter dem knorrigen Hexenbaum, der einst ein kleiner Zweig war, auf dem Landgut Ten Vorsel begraben liegen.

Lassen Sie sich von der Geschichte der „Schwarzen Kaat“ in den Bann schlagen und genießen Sie den köstlichen Kitzel, der dieser seit Generationen im Kempenland erzählten Legende anhängt. Doch hüten Sie sich vor ihren raffinierten, süßen Verführungen. Sie ist und bleibt gnadenlos und zeigt sich in vielerlei Verkleidungen. Ihre Geschichte sollten Sie sich unbedingt, im wörtlichen wie im übertragenen Sinne, auf der Zunge zergehen lassen: rau und ruchlos und ohne jede Reue. Kenner meinen, dass sie mannigfaltige Formen annehmen kann: Halten Sie inne - lauschen Sie und passen Sie genau auf! Spüren Sie ihren Atem im Wind? Hören Sie ihre krächzende Stimme in den Wäldern? Tauchen Sie in ihre grüne Welt ein, verstecken Sie sich und haben Sie Teil an all ihren Schätzen!

Die Radtour in Fakten
Diese Radwanderung, die innerhalb des Fahrradknotenpunkt-Netzwerks verläuft, hat eine Gesamtlänge von 36 km und führt Sie quer durch das Dorf Bladel. Auch Postel in Belgien und das Dorf Reusel liegen auf der Strecke und sind einen Besuch wert. Der Startpunkt dieser Route liegt beim Ferienpark Achterse Hoef. Dort können Sie eventuell Ihr Auto parken, etwas essen und trinken und zur Toilette gehen.

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Möchten Sie von der Angst erholen?
Die beste Stärkung nach diesem intensiven Erlebnis bieten die nach der Räuberbraut benannten Köstlichkeiten, die verschiedene lokale Unternehmer herstellen. So findet man im Kempenland beispielsweise das Zwarte-Kaat-Bier, aber genauso auch Käse, Eis oder Schokolade, die an die sagenhafte Gaunerin erinnern.

Schwarze Kaat-Bier - Brouwerij de Bolle Brouwketel 
Schwarze Kaat-Schokolade - De Chocolage
Schwarze Kaat -Eis - IJsboerderij Fabor
Schwarze Kaat-Käse - De Hooiberg

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Hier schon mal ein Vorgeschmack

Das wirst du sehen

Erholungspark De Achterste Hoef

Troprijt 10
5531 NA Bladel
02

Hexenbaum

Tipmast 50
Bladel
16 18 22

Abtei Postel

Abdijlaan
2400 Mol
77 17 92 15 14 91 78 97 70

Helleneind

helleneind
Bladel

Schwarzen Kaat figur

Markt 21
Bladel
71

Ten Vorsel Wassermühle

Bredasebaan 28
Bladel

Landgut Hoeve Ten Vorsel

Ten Vorsel 1
5531 ND Bladel
13

Erholungspark De Achterste Hoef

Troprijt 10
5531 NA Bladel

Beschreibung

Erholungspark De Achterste Hoef

Troprijt 10
5531 NA Bladel
  • Hoeve Ten Vorsel
    Die „Zwarte Kaat“, die „Hexe von Hellenende“, plünderte Ende des 16. Jahrhunderts zusammen mit ihren Handlangern Bauernhöfe und Kirchen. Eines nachts schlich die Schwarze Kaat durch die Buchenallee zur mitten im Wald gelegenen Hoeve Ten Vorsel um ein neugeborenes Kind zu stehlen. Der kleine Thomas war mit dem sogenannten „Schleier“ geboren worden: Wie eine Art „Helm“ hatte die Fruchthaut bei der Geburt seinen Kopf bedeckt. Man glaubte, dass Thomas dadurch in die Zukunft schauen und Glück bringen würde. Wer ihn innerhalb eines Tages taufen würde, hatte das Glück auf seiner Seite. 
  • Wassermühle Ten Vorsel
    Was sie ergatterten, wurde von ihr, ihrem Mann Bruno und den Bandenmitgliedern restlos vertilgt. Daraus zogen sie immer wieder die Kraft, Nacht für Nacht ihre erfolgreichen Raubzüge durchzuführen. Häufig schmiedeten sie ihre unheilvollen Pläne in aller Heimlichkeit bei der Wassermühle in der Nähe des Landguts Hoeve Ten Vorsel. Die historische Buchenallee unweit des Anwesens ist auch heute noch ein stiller Zeuge all ihrer Schandtaten.
  • Abtei Postel
    Und so stahl Schwarze Kaat das Glückskind Thomas aus seiner Wiege und machte sich mit ihm auf und davon. Noch in derselben Nacht ließ sie das Kind als ihren eigenen Sohn in der Abtei Postel taufen.
  • Hexenbaum
    Tief in den Wäldern des Kempenlandes steht eine alte Buche, unter der die Schwarze Kaat begraben liegt. Doch diesen „Hexenbaum“ findet nur, wer sich Mühe gibt. Wer es wagt, macht sich auf die Suche, doch immer auf der Hut: Der Geist der Schwarzen Kaat ist noch allenthalben spürbar!

    - Vom Knotenpunkt 02 aus in Richtung Knotenpunkt 15 radeln.
    - Nach etwa einem Kilometer trifft man auf ein Trio Sitzbänke, hier rechts abbiegen.
    - Dem nicht asphaltierten Radweg folgen und nach rund 500 Metern den breiten Weg überqueren.
    - Geradeaus weiterfahren bis zu einer Kreuzung, doch Achtung, ab hier ist Radfahren nicht mehr erlaubt:
    - Es geht nun also zu Fuß weiter.
    - Nach rechts in den breiten Waldweg einbiegen (am Schild „doodlopende weg“ vorbei).
    - Nach gut 300 Metern links halten und einem schmalen Pfad folgen.
    - Der Weg führt durch einen Zaun.
    - Der Hexenbaum steht nach etwa 100 Metern auf der linken Seite.

Erholungspark De Achterste Hoef

Troprijt 10
5531 NA Bladel
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