Maczek Memorial Breda
Dass auch polnische Kämpfer sich für die Befreiung großer Teile unseres Landes eingesetzt haben, ist lange Zeit zu wenig Beachtung gefunden. Doch eine neue Ehrung der polnischen Heldentaten ändert dies nun.
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Dass sich auch polnische Soldaten für die Befreiung großer Teile unseres Landes eingesetzt haben, ist lange Zeit zu wenig Beachtung gefunden. Doch eine neue Ehrung der polnischen Heldentaten ändert dies: Am polnischen Soldatenfriedhof kann man das Maczek-Denkmal in Breda besuchen. Es ist nach dem polnischen General Stanislaw Maczek (1892–1994) benannt, dem Kommandeur der 1. Polnischen Panzerdivision, der es im Oktober 1944 erfolgreich schaffte, Breda zu befreien.
Maczek hatte mit seinem Regiment bereits an verschiedenen Orten in Europa gegen die Deutschen gekämpf…
Dass sich auch polnische Soldaten für die Befreiung großer Teile unseres Landes eingesetzt haben, ist lange Zeit zu wenig Beachtung gefunden. Doch eine neue Ehrung der polnischen Heldentaten ändert dies: Am polnischen Soldatenfriedhof kann man das Maczek-Denkmal in Breda besuchen. Es ist nach dem polnischen General Stanislaw Maczek (1892–1994) benannt, dem Kommandeur der 1. Polnischen Panzerdivision, der es im Oktober 1944 erfolgreich schaffte, Breda zu befreien.
Maczek hatte mit seinem Regiment bereits an verschiedenen Orten in Europa gegen die Deutschen gekämpft. Er sah unterwegs so viel Zerstörung, dass er beschloss, Breda von Tür zu Tür zu befreien. Er wollte nicht die volle Feuerkraft seiner Panzer einsetzen, um noch mehr Häuser und Gebäude zu zerstören. In den Kämpfen um Breda kamen viele polnische Soldaten ums Leben, doch die Stadt wurde schließlich ohne zivile Opfer befreit. Maczek wurde zum Ehrenbürger von Breda ernannt, doch in Polen war er nicht mehr willkommen. Das kommunistische Nachkriegsregime in Polen, das unter russischem Einfluss stand, betrachtete ihn als Verräter, weil er an der Seite der Alliierten
gekämpft hatte. Der General verbrachte seine letzten Jahre mit einfachen Jobs in Schottland, um über die Runden zu kommen. Erst als Polen wieder eine Demokratie wurde, erhielt Maczek von der polnischen Regierung seine verdiente Rehabilitierung.
Mit dem Maczek Memorial Breda wird Raum für die Würdigung und Erinnerung an den Kampf der polnischen Soldaten für die Befreiung von Breda und anderen Teilen der Niederlande geschaffen. Es handelt sich um eine Neugestaltung des bereits seit längerem bestehenden Maczek-Museums mit einer frischen Einrichtung und einem zeitgemäßen Entwurf von Oomen Architecten aus Breda und dem Designbüro Kinkorn aus Tilburg. Das Memorial erzählt mit einer Ausstellung und einem Kinosaal
die Geschichte der polnischen Befreier und den Kampf, den sie führen mussten, auf zeitgemäße Weise. So werden auf einer riesigen Multimedia-Wand persönliche Geschichten einiger polnischer Befreier projiziert.
Die „Chambre de Reflection“ ist ein Raum, der Raum für Besinnung und Reflexion bietet. Es gibt ein Auditorium sowie ein Informations- und Dokumentationszentrum für diejenigen, die mehr über die Operationen der polnischen Soldaten erfahren möchten. Doch die Geschichte wäre nicht vollständig ohne den polnischen Soldatenfriedhof neben dem Memorial, dem größten polnischen Friedhof in den Niederlanden. Hier ruhen über 160 gefallene Polen, darunter auch General Maczek selbst. Er starb 1994 im Alter von 102 Jahren und wollte am liebsten bei seinen Soldaten in Breda beigesetzt werden.
So erreichst du Maczek Memorial Breda
Öffnungszeiten
- Jeden montag geschlossen
- Jeden dienstag geschlossen
- Jeden mittwoch von 13:00 bis 17:00
- Jeden donnerstag geschlossen
- Jeden freitag geschlossen
- Jeden samstag von 11:00 bis 17:00
- Jeden sonntag von 11:00 bis 17:00