Kloster der Missions-Franziskanerinnen

Villa mit angrenzender Fabrik, 1863 vom Textilfabrikanten Jan Hendrik de Ligt erbaut. Später Wohnsitz von Antoon Bluijssen. Im 20. Jahrhundert wurde das Gebäude als Kloster genutzt und erweitert.

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An der Wilhelminastraat (ehemals Torenstraat) steht das ehemalige Kloster der Missionsschwestern, untergebracht in einer stattlichen Villa aus dem Jahr 1863. In jenem Jahr ließ der Textilfabrikant Jan Hendrik de Ligt dort sein Haus errichten, an dessen Seite eine neue Textilfärberei entstand. Diese ersetzte die frühere Fabrik der Familie an der Lindestraat. Im Jahr 1865 verkauft er die Villa mit der Fabrik an den Textilfabrikanten Antoon Bluijssen, der sie zunächst vermietet. Später, nach Bluijssens Heirat im Jahr 1880, wohnt er selbst dort. Inzwischen heißt das Haus mit den umliegenden Ländereien „Semper Virens“ („Immer grün“). 

Nach dem Konkurs der Familie Bluijssen wird das Haus 1909 an eine Grup…

An der Wilhelminastraat (ehemals Torenstraat) steht das ehemalige Kloster der Missionsschwestern, untergebracht in einer stattlichen Villa aus dem Jahr 1863. In jenem Jahr ließ der Textilfabrikant Jan Hendrik de Ligt dort sein Haus errichten, an dessen Seite eine neue Textilfärberei entstand. Diese ersetzte die frühere Fabrik der Familie an der Lindestraat. Im Jahr 1865 verkauft er die Villa mit der Fabrik an den Textilfabrikanten Antoon Bluijssen, der sie zunächst vermietet. Später, nach Bluijssens Heirat im Jahr 1880, wohnt er selbst dort. Inzwischen heißt das Haus mit den umliegenden Ländereien „Semper Virens“ („Immer grün“). 

Nach dem Konkurs der Familie Bluijssen wird das Haus 1909 an eine Gruppe französischer Ordensschwestern verkauft, die aus ihrem Land geflohen waren. Der Architekt H. Vorstermans baut die Villa zu einem Kloster um, einschließlich einer neuen Kapelle. Die Schwestern richten dort ein Internat unter dem Namen „Maison de famille de Notre Dame“ ein und erteilen Kindern aus Asten Französischunterricht. Im Jahr 1921 kehren sie nach Frankreich zurück. Daraufhin übernehmen die Missionsschwestern der Franziskanerinnen des Heiligen Antonius, auch bekannt als die Boerdonk-Schwestern, das Kloster. Dieser Orden engagiert sich für Familienfürsorge, Krankenpflege und Missionsarbeit unter anderem in Norwegen, im Kongo und auf Borneo. Die Statue des Antonius mit einem Kind auf dem Arm an der Vorderseite des Gebäudes stammt aus dieser Zeit.

Das Kloster ist auch für ein besonderes Detail bekannt: Im Gebäude befindet sich eine seltene delftblaue Toilettenschüssel mit der Aufschrift „Victoria“. Diese Toilettenschüssel wurde wahrscheinlich von Antoon Bluijssen im Gebäude aufgestellt. Abgesehen von der Inschrift ist diese Toilettenschüssel identisch mit dem Exemplar aus dem königlichen Wartezimmer des Amsterdamer Hauptbahnhofs sowie mit einem Exemplar im Eisenbahnmuseum. Untersuchungen haben ergeben, dass diese Toilettenschüsseln zwischen 1890 und 1904 hergestellt wurden.

Heute dient der Komplex als Pflegeheim und beherbergt zudem eine Arztpraxis. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.

Das Kloster ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. 

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