Essen in Burgund gestern und heute & neue food-konzepte

Im Nordosten der Provinz Nordbrabant gehen kulinarische Traditionen des alten Burgund Hand in Hand mit neuen Trendentwicklungen und kreativen Auslegungen aktueller Themen im Bereich Ernährung und Lebensgenuss. Lassen Sie Ihrer Vorstellungskraft beim Betrachten der fantastischen Bilder von Hieronymus Bosch oder den nachhaltigen Keramiken von Cor Unum die Zügel schießen. Verwöhnen Sie sich mit einem echten „Bossche Bol“ und wandern Sie im größten Naturschutzgebiet der Provinz durch schier unendliche, von Wisenten bevölkerte Weiten. Genießen Sie das Leben beim Essen, Trinken oder Tanzen zwischen markanten Silos und Industriearchitektur.

Das Tourismusangebot Essen in Burgund gestern und heute & neue food-konzepte wurde im Auftrag von VisitBrabant in gemeinsamer Zusammenarbeit mit Dutch CuisineRoutebureau Brabant und  regio Nordost-Brabant entwickelt.

WANDER- UND FAHRRADROUTEN

Weidetiere und Grasland
De Maashorst

Weidetiere und Grasland

Fahrradroute De Maashorst

Burgundische Tradition und trendy Snacks
Cor Unum (DC Route)

Burgundische Tradition und trendy Snacks

Fahrradroute ’s-Hertogenbosch-Den Dungen

Kulinarische Genüsse an geschichtsträchtigen Orten
Noordkade Veghel

Kulinarische Genüsse an geschichtsträchtigen Orten

Fahrradroute Veghel-Sint-Oedenrode

Food-Stadtrundgang

Food-Stadtrundgang

Wanderroute ’s-Hertogenbosch

Landschaft aus Sand und Lehm

Das Landschaftsbild im Nordosten der Provinz Nordbrabant ist geprägt durch magere Sandböden und nährstoffreiche Flusslehmgebiete. So können neben fruchtbarem Weideland auch Landwirtschaft und Viehzucht gedeihen. Die strategisch günstige Lage an der Maas war von jeher förderlich für Handelsknotenpunkte wie ’s-Hertogenbosch und sorgte dafür, dass die historische Provinz Brabant schon früh zu den wohlhabendsten Regionen der Niederlande zählte.

Unternehmerisch aktivste Kommune 

Meierijstad könnte man europaweit als die unternehmerisch aktivste Kommune in Sachen „Food“ und „Feed“ bezeichnen. Die mehr als 700 landwirtschaftlichen Betriebe bezeugen die Stärke des Agrarsektors. Darüber hinaus haben auch Großkonzerne wie Jumbo, Sligro, AgriFirm, Friesland Campina, Udea, Mars, Hutten Catering und die Koninklijke Van den Boer Gruppe in Meierijstad ihren Geschäftssitz. Häufig handelt es sich hierbei um Familienunternehmen mit lokalen Wurzeln, die sich zu internationalen Playern entwickelt haben. Dass Meierijstad auch an der Wiege der modernen Nahrungsmittelindustrie stand und steht, zeigen Initiativen wie die „Verspillingsfabriek“, in der abgelaufene Lebensmittel vor dem Müll gerettet und verwertet werden.

Mitten in der Altstadt von Sint-Oedenrode steht die historische, rustikal eingerichtete Villa des Restaurants Wollerich. Unter der gemeinsamen Leitung des Küchenchefs Gerard Wollerich und seiner für die Bewirtung zuständigen Frau Meriam serviert das Restaurantteam seinen Gästen seit dem Jahr 1996 immer wieder Kreationen höchster Qualität. 

Grützmacher und Bohnen

Früher waren die Niederlande ein echtes Bohnenland: Allenthalben sah man große Äcker voller Bohnenstangen, die sich weit bis zum Horizont erstreckten. Der nordöstliche Teil der späteren Provinz Nordbrabant war schon im Jahr 1818 führend bei der Umstellung von tierischen auf pflanzliche Eiweiße. Der Familienbetrieb De Gruyter verarbeitete in der 1818 gegründeten Pferde-Grützmühle Hülsenfrüchte, Saaten und Getreide zu unter anderem Grütze aus Buchweizen, Hafer und Gerste – allesamt hervorragende Lieferanten pflanzlichen Eiweißes! Das Unternehmen BOON in ’s-Hertogenbosch hat sich zum Ziel gesetzt, die Niederländer wieder zu Bohnenessern zu machen. Hier werden aus lokal angebauten Bohnensorten 100-prozentig fleischfreie Hackbällchen, Hamburgerpattys, bapaos (asiatische gefüllte Teigtaschen) und lokale Gerichte produziert.

CHV Noordkade Veghel

Nachdem Bau des Kanals Zuid-Willemsvaart im Jahr 1826 entwickelte sich Veghel zu einem bedeutenden Transportknotenpunkt in der Region. Der nördliche Kai des Kanals, die sogenannte „Noordkade“, bot sich folglich im Jahr 1915 als idealer Standort für den ersten großen Getreidesilo der Handelskooperative „Coöperatieve Handels Vereniging“ (CHV) an. An diesem Kai entstand entlang des Kanals ein einzigartiges Ensemble von Gebäuden in sehr unterschiedlichen Baustilen. Dieser beeindruckende ehemalige Industriekomplex ist nicht nur Kulturerbe, er wurde mittlerweile zu einem angesagten Trendort und Treffpunkt umgewidmet, an dem sich besondere Gastronomie und Kultur aneinanderreihen – unbedingt einen Besuch wert!

Marktplatz in ’s-Hertogenbosch

Dank der sehr günstigen geographischen Lage an der Maas hat sich ’s-Hertogenbosch zu einem Logistikzentrum für Großhändler entwickelt. Schon seit Jahrhunderten kommen Kaufleute aus aller Herren Länder hierher, um Handel zu treiben. Bereits im 13. Jahrhundert verfügten die Kaufleute aus ’s-Hertogenbosch über ein Handelsprivileg in Nürnberg, damals einer der größten deutschen sogenannten „Jahr-Märkte“. Und auch heute noch ist der „Bossche Markt“ ein Begriff in der weiteren Umgebung, der viele Besucher von innerhalb und außerhalb der Provinz zu den verschiedenen Wochenmärkten lockt.

’s-Hertogenbosch

Entdecken Sie das vielfältige kulturelle Angebot dieser Provinzhauptstadt, in der traditionelles Handwerk und zukunftsweisende Innovation Hand in Hand gehen und dessen Museumsviertel auch den bewandertsten Kunst- und Kulturliebhaber noch in Begeisterung versetzen kann. Dies ist die Stadt, in der der Meister Hieronymus Bosch die „Sieben Todsünden“ malte und in der heute Glas und Keramiken in Designlabs kunstvoll gestaltet werden.

Cor Unum Ceramics

Cor Unum ist ein Keramikatelier in ’s-Hertogenbosch, in dem die Handwerkskunst und die Leidenschaft nationaler und internationaler Designgrößen zusammenfließen, um fantastische Objekte zu erschaffen. Cor Unum (wörtlich übersetzt: ein Herz) ist ein von vielen mitgetragenes Kooperationsprojekt: Botschafter und Studenten, professionelle Designer und Ehrenamtliche, Arbeitslose und Berufstätige.  Das Atelier arbeitet mit Küchenchefs wie Sergio Herman, Edwin Katz und Jonnie Boer zusammen, wobei die Keramiken Teil eines kulinarischen (Geschmacks-) Erlebnisses werden.

Wollten Sie schon immer einmal wissen, wie die Herstellung von Keramik im Einzelnen abläuft und wie aus einem Entwurf letztendlich ein einzigartiges keramisches Objekt entsteht? Bei Cor Unum erklärt man Ihnen alles gerne während einer Führung durch das Atelier.

Der „Bossche Bol“

Die süße Köstlichkeit „Bossche Bol“ ist wohl ’s-Hertogenboschs bekannteste lokale Spezialität. Bei dieser Gebäckspezialität handelt es sich um eine aus Windbeutelteig hergestellte Kugel, die mit Schlagsahne gefüllt und mit einer Glasur aus Schokoladenfondant überzogen wird – et voilà, fertig ist der sjekladebol, eine Schokoladenkugel von ganzen 12 cm Durchmesser!
In dieser Bäckerei bekommen Sie das Original: Bakkerij Jan de Groot, in der Innenstadt gegenüber vom Hauptbahnhof. Doch aufgepasst, die leckeren Kugeln sind sehr beliebt, weshalb sich an manchen Tagen die Warteschlange bis um die Ecke erstreckt! Sie möchten diese süße Verführung einmal selbst herstellen? Die Bakkerij Royal in der Visstraat bietet einen solchen Workshop an.

Poule Den Dungen, die Königin allen Geflügels

So manch ein Spitzenkoch und Feinschmecker kann sich noch an die Zeit erinnern, als diese besonders schmackhafte Hühnerrasse Ende der 1970er-Jahre auf den Speisekarten diverser renommierter Restaurants standen. Seit kurzem bevölkert das Poule Den Dungen, reinrassiger Nachfahre des berühmten französischen Poulet de Bresse, wieder die grünen, fruchtbaren Wiesen rund um Den Dungen. Es ist eine der wenigen Hühnerrassen der Welt, der eine eigene kulinarische Kategorie zuerkannt wird.

Rot mit weissen socken: das „Brandrode“-Rind

In den Flussniederungen entlang der Maas grasten einst auch Rinderherden. Eine der bekanntesten Rassen ist das Brandrode-Rind: ein kräftig gebautes und freundliches braunrotes Rind, dessen Blesse, Bauch, Schwanzspitze und Fesseln Weiß leuchten. Um das Jahr 2000 gab es nur noch wenige Dutzend in den Niederlanden. Marlies Hermans hat die Rinderrasse gegen Ende des letzten Jahrhunderts gerettet, als es fast gänzlich von den in großer Zahl gezüchteten amerikanischen Holstein-Rindern (Holstein-Friesian) verdrängt worden waren. Mittlerweile hat der in Oss ansässige Bauer Spierings die Brandrode-Zucht von Marlies Hermans übernommen und lässt seine Rinder auf den Randbezirken von Naturschutzgebieten weiden. Die Milch, der Käse aus eigener Herstellung und das Fleisch der geschlachteten Rinder sind im Hofladen erhältlich, wo es auch weitere regionale Produkte von anderen Erzeugern zu kaufen gibt.